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Transistor (PS4) Review

01 Nov

header_transistorEin frischer Look, eine im Sci-Fi-Universum angesiedelte Handlung und tolle Klänge. Noch dazu hat der Spieler hohe Erwartungen, denn das Spiel Transistor ist von den Entwicklern von Bastion, dem preisgekrönten Abenteuerspiel aus dem Jahre 2011.

Werden die hohen Erwartungen erfüllt und haben wir hier einen neuen Titel, der viele Spielepreise abräumen kann?

Story

Nach einem missglückten Attentat auf unserer stummen Heldin versucht sie Antworten zu finden und sinnt auf Rache. An ihrer Seite hat die Protagonistin ein sprechendes Schwert als Sidekick.

Die Geschichte wird zum einen über sehr hübsche Zwischensequenzen erzählt. Doch zum anderen muss man trotzdem viel in den Menüs lesen, um das Spiel zu verstehen. Selbst auf einem 40-Zoll-HD-Fernseher ist die Schrift dürftig klein geraten. Es ist sehr mühsam, alles zu entziffern und es gibt massenweise Texte, die laufend ergänzt werden. Diese Erzählform macht es schwierig für den Spieler, der Geschichte zu folgen.

Um das Spiel durch zu spielen, braucht man etwa zehn Spielstunden. Für den, dem das noch nicht reicht, gibt es nach einmaligem Durchspielen die Möglichkeit, das Spiel im New Game Plus-Modus neu zu starten.

kampf1Gameplay

Das Kampfsystem ist rundenbasiert und für den Spieler recht kompliziert, um in einen Spielflow zu kommen. Man programmiert seinen Schachzug und muss dann warten, bis dieser ausgeführt wird. Wenn man das geschickt anstellt, lassen sich mehrere Gegner gleichzeitig treffen und man kann den Schüssen der Feinde ausweichen.

Manche Gegner haben einen Timer über den Kopf. Schafft man es nicht, diese Widersacher in kurzer Zeit auszuschalten, erwachen sie immer wieder zu neuem Leben. Das ist sehr nervig und kann sich, je nach eigenen Fähigkeiten und ausgewählter Attacke, lange hinziehen.

Man wird mit ausführlichen Menüs geradezu bombardiert. In diesen sucht man sich seine aktiven Attacken aus. Das klingt vielleicht erfrischend anders als man es von anderen rundenbasierten Spielen kennt, in der Spielpraxis ist dieses System aber eher hinderlich. Positiv ist, dass es viele verschiedene Gegnertypen gibt, die man mit unterschiedlichen Kombinationen bekämpft.

Um das Kampfsystem zu beherrschen, muss man sich zuerst in den Menüs alles erarbeiten. Die Schriftart ist leider zu klein geraten, was dazu führt, dass beim Lesen die Augen müde werden. Es ist sehr frustrierend, ohne Anleitung zu spielen, da man mit einfachem Kämpfen nicht weiter kommt. Hat man das Kampfsystem einmal verstanden, wiederholen sich die Spielabläufe schnell – obwohl das Geschehen auf dem Spielfeld nicht jedes Mal nachvollziehbar ist. Unter intuitiver Bedienung stelle ich mir etwas anderes vor.

lookGrafik und Sound

Die Postmoderne wird in Transistor gefeiert. Durch den Art-Déco-Stil, den man zum Beispiel aus dem Film Der Große Gatsby oder aus der Architektur (zum Beispiel dem Chrysler-Building in New York) kennt, hat das Spiel eine sehr schöne Handschrift erhalten. Eine bezaubernde Stimmung kommt auf, sobald man die handgezeichneten Kulissen sieht. Die flüssigen Animationen tragen ebenfalls zu einer atemberaubenden Atmosphäre bei.

Das Spiel bietet keine deutsche Sprachausgabe. Für die englische wurde aber einiges investiert und großartige Sprecher engagiert: Mit Sunkrish Bala gehört sogar ein recht bekannter Schauspieler zu dem englischen Voice-Acting dazu, der aus der Serie The Walking Dead als Dr. Subramanian bekannt ist. Auch Logan Cunningham ist wieder dabei, der schon in Bastion (PC, 2011) seine Stimme geliehen hat. Und mit Ashley Lynn Barrett, die Red die Stimme leiht, hat sich sogar die Komponistin des Soundtracks verewigt. Verzaubert wird man auch durch die verlockenden Klänge, die einen in den Menüs, beim Kampf und im restlichen Spielgeschehen begleiten. Wer sich von den kunstvollen Melodien selbst überzeugen will, kann den kompletten Soundtrack auf YouTube hören. Der Entwickler SuperGiant selbst hat ihn hochgeladen: https://www.youtube.com/watch?v=-zA1jRmAYfU

swordFazit

Mir persönlich blieb es während des Spielens verborgen, worum es in der Geschichte wirklich ging. Das kleine Entwicklerstudio hat zwar ein sehr hübsch aussehendes Spiel gezaubert, durch das merkwürdige Kampfsystem fühlt man sich aber manchmal hilflos. Statt so viel zu lesen, würde ich lieber in Echtzeit kämpfen können. Da mir der rote Faden der Handlung nicht deutlich wird, konnte ich mich nach wenigen Spielstunden nur schwer begeistern, das Spiel zu Ende zu spielen.

Eure streeture

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Titel:        Transistor
Publisher:    Supergiant Games
Features:    New Game Plus; Geheime Trophäen
Trophäen:    1 Platin, 4 Gold, 12 Silber, 17 Bronze
Plattform:    PS4 (getestet) / PC
Release:    21.05.2014
USK:        ab 12 Jahren

Homepage:    http://supergiantgames.com/index.php/transistor/

Trailer:    https://www.youtube.com/watch?v=RT55lch6y_U

Screenshots: http://www.supergiantgames.com/games/transistor/

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Posted by on November 1, 2014 in Review

 

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