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Twitch (Kolumne)

26 Nov

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Es lässt sich nicht mehr leugnen, dass Let’s Plays seit einiger Zeit fester Bestandteil der Zocker- und YouTube-Gemeinde sind. Dort kann man anderen Spielern nach Bedarf zuschauen und oft auch kommentierend hören. Das gleiche Modell gibt es auch als Live-Version. Dann nennt sich das ganze einfach Stream. Und hier wird es etwas ansprechender, denn man kann in Echtzeit, während ein Gamer zockt, teilnehmen. Eine sehr beliebte Plattform, um Games live zu gucken ist Twitch.

twitch-tv-LogoTwitch ist ein Live-Streaming-Portal für Videospiele, welches im Sommer 2011 mit einer Beta-Phase startete. Zu erreichen ist die Homepage unter http://www.twitch.tv. Laut Statistik dieser Seite tummeln sich jeden Monat 45 Millionen Gamer auf den verschiedenen Kanälen.
Da die Benutzerzahlen in kurzer Zeit rapide in die Höhe schossen, war es fast unvermeidlich, dass ein großes Unternehmen das kleine Start-Up aufkaufte. Nachdem lange Zeit YouTube als Käufer gehandelt wurde, schnappte sich Amazon.com für eine horrende Summe von fast einer Milliarde Dollar die Streaming-Plattform.

Jeder kann sich einen Benutzernamen auswählen und loslegen. Wo am Rechner noch extra Software benötigt wird, kann man auf der PlayStation 4 und der Xbox One sein Gameplay direkt übertragen. Bisher stammen die meisten Streams aus der PC-Ecke. League of Legends, Dota 2, Starcraft II, World of Warcraft, Counterstrike und Minecraft sind die Spiele mit dem meisten Zuschauern.
Das liegt daran, dass diese Spiele in mehreren Ligen als E-Sport betrieben werden. Ganze Meisterschaften werden ausgetragen und unterhalten via Twitch beachtliche Fangemeinden. Durch die Teilnahme an diesen populären Live-Events entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Deshalb erfreut sich E-Sport einer immer größeren Anhängerschaft.
Während des Zusehens kann man chatten und auch oft interaktiv mit dem Streamer in Kontakt treten und Fragen stellen. Mit anderen Fans kann man sich austauschen und der Host kann die Gespräche verfolgen. Auch eine Moderation kann im eigenen Kanal eingerichtet werden.image-2Hat man als Streamer viele Zuschauer, kann man mit Twitch, ähnlich wie bei YouTube, auch Geld verdienen. Man erhält es durch Werbeanzeigen, die gekennzeichnet werden, als auch durch ein kostenpflichtiges “Abonnement” des Kanals. Auch freiwillige Spenden sind immer gern gesehen, egal in welcher Höhe. Mal bekommt man nur ein ShoutOut und ein Danke, mal werden auch Spielgegenstände oder sogar Keys für Spiele verlost. Jeder kann seine Videos als Highlights abspeichern, damit sie später angesehen werden können.  Ist man als Streamer ein sogenannter Partner auf dem Twitch-Portal, speichert Twitch die übertragenen Videos automatisch auf dem Server ab. So können sich User später den Inhalt auch später noch für einen begrenzten Zeitraum ansehen. Beliebt ist auch der der direkte Export zu YouTube, welcher mit wenigen Klicks möglich ist.
Allerdings muss man sich auch hier strikter werdenden Richtlinien fügen, die zum Beispiel verbieten, urheberrechtlich geschützte Musik während eines Stream abzuspielen. Das wird vor allem bei Games zum Problem, die als In-Game-Musik aktuelle Hits haben. Twitch stellt solche Streams stumm und scannt auch vergangene Aufnahmen, wobei halbstündige Stille urheberrechtlich geschützte Musik löscht. Das Video selbst bleibt jedoch erhalten. Dadurch fällt dann aber auch der unterhaltsame Audio-Kommentar des Zockers weg. Darüber hinaus gibt es auch noch Regeln im Umgang mit Produktplatzierung  – daher sollte jede Person hinter der Kamera auf Markenprodukte verzichten.image-5Über die PlayStation 4 habe ich mal bei einem neuen Game reingeschaut, das ich selbst noch nicht gezockt hatte. So konnte ich mir zwar ein Bild darüber machen, wie ein Spiel vom Gameplay her aussieht, aber länger zuschauen war mir dann doch zu langweilig. Sobald man die Grafik und Spielmechanik sieht, will ich mit dem Controller den Charakter steuern und die Atmosphäre genießen, ohne dass mir jemand reinquatscht.
Gameplay-Material kann ich mir auch kurz auf YouTube ansehen. Da bringt es für mich keinen Vorteil, ob es live und mit Kommentar ist.
Auf der Website von Twitch habe ich während der Gamescom 2014 ein paar Live-Gespräche verfolgt. Die liefen relativ störungsfrei und ich fand sie größtenteils interessant, weil Entwickler in entspannter Runde zu Wort kamen.

Seid ihr gelegentlich auch bei Live-Streams dabei, oder schaut ihr regelmäßig auf Twitch Zockern beim Spielen zu?
Schreibt mir eure Erfahrung in die Kommentare.

Eure streeture

Fotos gestellt von kryschen.de

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Posted by on November 26, 2014 in Kolumnen

 

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