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Destiny (PS4) Review

18 Feb

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Destiny ist ein von fast allen Zockern lang erwarteter Science-Fiction-Ego-Shooter, der auf verschiedenen Planeten im Sonnensystem spielt. Vom bisher teuersten Spiel aller Zeiten haben nicht nur Gamer gehört: Der 500 Millionen Dollar teure Online-Shooter machte in allen Medien Schlagzeilen. Entstanden ist der Titel in einem zu Büroräumen umgebauten Kino in Washington.

Ist das Spiel ein gelungener Blockbuster, der Spielerherzen höher schlägen lässt, oder lässt einen die unsausweichliche Bestimmung kalt?Destiny_20140918194310

Vier Alien-Rassen (die Gefallenen, die Vex, die Kabal und die Schar) haben die Planeten eingenommen. Genannt wird man Hüter und kann aus einer von drei Klassen wählen. Wer man genau genau ist, bleibt der Fantasie des Spielers größtenteils selbst überlassen. Hin und wieder sieht man Zwischensequenzen, aber man erkennt keinen Zusammenhang und kann nicht in die Geschichte eintauchen.

So spielt man Mission um Mission, bis man keine neuen Areale mehr betreten kann. Jetzt heißt es aufleveln. Das muss man gezwungenermaßen machen, um weiter zu kommen und schaltet nach längerem “Grinden” neue Gebiete frei. Das traurige ist, dass es von denen gar nicht so viele gibt.Destiny_20140912222049

Wer fleißig Grimoire-Karten sammelt, kann zumindest dadurch noch ein paar Hintergrundinformationen zu Charakteren und Landschaften erfahren.

In der Ego-Perspektive erkundet man die Planeten Erde, Mond, Mars und Venus. Dort kann man auch mit seinem Sparrow, einem Space-Glider, herumfahren. Destiny_20140918194928Wenn man das tut, wechselt die Ansicht in die 3rd-Person-Perspektive. Als zentraler Anlaufpunkt dient der Tower, ein letzter Rückzugspunkt auf der Erde. Dort trifft man immer andere Spieler, kann handeln, bekommt neue Ausrüstung und kann in Ruhe seine erworbenen Schätze begutachten. Darüber schwebt der Reisende, eine große Kugel.Destiny_20140910194042

Auf den Planeten gibt es eher wenig zu erkunden. Schlauchförmig kämpft man sich durch Horden von Gegner bis es zum Bossfight kommt. Man könnte meinen, dass das die Highlights sind, doch da es nur um Ausdauer und nicht um Taktik geht, kann Destiny hier nicht glänzen.

Obwohl es einige Gegnerarten gibt und andere Spieler auf der Map erscheinen, fühlt sich die Welt manchmal leer und leblos an.Destiny_20140930235746

Nach Erreichen von Level 20 steigt man nur noch auf, wenn man seinen Lichtwert steigert. Das geht durch Ausrüstung mit Licht-Bonus. So geht es für hartgesottene Spieler noch eine ganze Weile weiter.

Die Ladezeiten sind zwar nicht all zu lang, doch sie fallen früher oder später negativ auf.Destiny_20140910193757

Es gibt keinen Offline-Modus. Da es ein MMO ist, muss man sich mit dem Internet verbinden, um Destiny spielen zu können. Zwar kann man das Spiel auch alleine und ohne eine PS-Plus-Mitgliedschaft spielen, doch dann sind nicht alle Aufgaben, wie beispielsweise Strikes (Coop-Kämpfe), verfügbar: Online kann man kleine Teams bilden um Gegner schneller aus dem Weg zu räumen. Hierbei kann jeder mit jedem spielen, was mit hochgelevelten Mitspielern schnell keinen Spaß macht. Hat man noch ein kleines Level, braucht man Ewigkeiten, um Gegner abzuschießen. Spielt man mit einem Zocker, der ein hohes Level hat, schießt der einem die Gegner vor der Nase weg und man steigt selbst nur sehr weiter langsam auf. Hier hätte es einer besseren Balance bedurft.Destiny_20140930225758

Nach der erfolgreich abgelaufenen Beta-Phase waren die Server von Anfang an stabil. Es kommt zu keinen Rucklern oder Serrverausfällen, wie man sie heutzutage noch von vielen Online-Games kennt.

Mit 1080p und 30 fps bietet das Spiel auf Playstation 4 eine gute Leistung. Die Landschaftsgeometrie bietet leider wenig Abwechslung, aber die Gebiete, die man begehen kann, sehen gut aus. Texturen sind hoch aufgelöst und Partikeleffekte sehen schön aus. Die Grafik von Destiny ist somit next-gen-würdig. Vor allem der Himmel sieht extrem realistisch aus: Wolken, wechselnden Tageszeiten und ein immer fotorealistischer Look lassen Grafikfans jubeln. Bungie hat hierfür ein eigenes Team angestellt – und die Investition hat sich gelohnt.

Der Sound untermalt Kampfszenen passend mit heroischer Musik. In Zeiten, wo jeder Triple-A-Titel mit hochwertiger Musik untermalt ist, komponierten hier die Musiker Martin O’Donnell und Michael Salvatori für Destiny. Die beiden waren auch für die Musik der Halo-Reihe zuständig. Und auch der berühmte Beatle, Paul McCartney, wirkte an der Titelmusik mit. Bei Shootern hat Destiny somit die Nase vorn, denn die die Dynamik, die man hier bei Kämpfen und in Ruhephasen erzeugt hat, ist einzigartig.

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Schicksal wird meistens als eine höhere Macht definiert. Doch warum gerade mein anonymer Charakter der Auserwählte ist und was sein  – oder das Schicksal der Welt, das Bungie erschaffen hat – sein soll blieb mir verwehrt.Destiny_20140918192809

Lustloses Rumgeballere auf Gegner, leveln und das Fehlen einer ersichtlichen Geschichte hat mir die Welt von Destiny für ein paar Stunden geboten. Irgendwie wirkt der teure Titel auf mich unvollständig und ist nicht für jeden was. Als Sci-Fi-Fan hatte ich vielleicht auch zu hohe Erwartungen und wurde von der tollen Grafik angezogen. Wer am gegebenen Gameplay Freude findet, kann sich im PvP-Modus vertiefen und danach in das Endgame abtauchen. Anfang Dezember 2014 steht der erste DLC mit dem Titel “Dunkelheit Lauert” in den Startlöchern.

Eure streeture

 

Titel:        Destiny
Publisher:    Activision
Features:    Online-Multiplayer
Trophäen:    1 Platin, 2 Gold, 13 Silber, 26 Bronze
Plattform:    PS4 (getestet)/PS3/PS4/XBox360/XboxOne
Release:    09.09.2014
USK:        ab 16 Jahren

Homepage:    http://www.destinythegame.com/de
Trailer:    https://www.youtube.com/watch?v=jv7vqCmt6wY

Banner: designed by streeture

Fotos: Ingame erstellt von streeture

 

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Posted by on February 18, 2015 in Review

 

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